Inflationssparen!

Inflation: Entwertung des Geldes durch starke Ausweitung des Geldumlaufs ohne entsprechende Erhöhung der Produktion.
Inflationsrate: Prozentsatz, um den eine Währung durch Inflation entwertet wird.
Rezession: Konjunkturelle Abschwungphase mit rückläufigem Investitionsumfang und sinkender Produktion.
Mit Inflation ist der Anstieg des Preisniveaus gemeint. Die Kaufkraft sinkt und Produkte steigen im Preis. Das Geldumlaufsystem ist abhängig vom Wirtschaftswachstum, Angebot und Nachfrage von Gütern. Abhängig auch von der US-Konjunktur, denn Deutschland ist mit 5,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes mit Exportgütern nach den USA beteiligt.

Über 500 Milliarden Euro sind mit durchschnittlich 2 Prozent Zinsen auf Deutschlands Sparbüchern verteilt. Hinzu kommen die Lebens- und Rentenversicherungen, die Rentenpapieren und ertragsarmen Immobilien. Insgesamt sind fast 4 Billionen Euro an Geldvermögen vorhanden und vorwiegend sicherheitsorientiert angelegt. Jeder 5.Euro wird in Lebensversicherungen investiert, jede 6. verendet auf Sparkonten. Eine durchschnittliche Inflationsrate von 2-3 Prozent nagt an diesen "Verkaufsschlagern". Von 1994 bis 1999 wurden insgesamt über 300 Milliarden Euro an Lebensversicherer überwiesen. Über 70 Prozent des Geldvermögens ist in Lebensversicherungen investiert.
Die Inflation reduziert die Kaufkraft und für einen Urlaub, der heute 1000,-Euro kostet, bezahlt der Verbraucher in 30 Jahren den doppelten Beitrag. Der Sparer verliert jedes Jahr 2-3 Prozent Zinsen seines Geldes. Jeder zweite Anleger erwirtschaftete bisher mit seiner "Anlage" weniger als 4 Prozent Rendite nach Steuern. Um das Geschäft weiter am Laufen zu halten, locken die Versicherer ihre Kundschaft mit neuen und flexibleren Angeboten. Fondsgebundene Lebensversicherungen sind die " neuen Verkaufsschlager" der Branche. Was diesen Produkten fehlt ist die Flexibilität und Liquidität. Sie bringen wiedereinmal den "Großen" das Geld und dem "Otto-Normalverbraucher" das Verderben. Denn der Kunde bindet sich für einen längeren Zeitraum an das Produkt und ist er mal in der "Klemme", büßt er durch Kündigung mit hohen Abschlägen.
Sinnvoller ist eine Trennung von Versicherung und Geldanlage in Fonds. Wenn man schnell Geld benötigt, lassen diese sich schnell verkaufen.

Der Nettoverdienst eines Arbeitnehmers abzüglich der Teuerung, war im Jahr 2000 um gut 3,5 Prozent niedriger als im Jahr 1991. Im Jahr 2001 stiegen die Preise um 1,5 Prozent. Durch die Steuerreform erhöht sich das Einkommen um 3,8 Prozent. Ein reales Plus von schätzungsweise 2,3 Prozent. Die Kaufkraft liegt damit immer noch unter der 1991!
Rentenerhöhungen von 2 Prozent im Jahr 2001 kosten dem Staat ungefähr 4 Millionen Euro. Die Kosten verteilen sich auf die Rentenversicherungen der Arbeiter und Angestellten. Die Renten würden nochmals um 2 Prozent steigen, würde man die Inflationsrate mit einbeziehen.
Nach Erkenntnissen des Leipziger Instituts für Marktforschung, sind im Jahr 2000 die meisten Ostdeutschen noch ohne nennenswertes finanzielles Vermögen. Im Durchschnitt liegt das Vermögen pro Haushalt in den neuen Bundesländern ledeglich bei einem Drittel des Westniveaus. Angesichts der wirtschaftlichen Lage und vergleichsweise schlechteren Einkommenssituation, sind die Sparmöglichkeiten der Ost- Haushalte weiterhin gering!
Der Aufklärungsbedarf zum Thema Geldanlage und Altersvorsorge ist noch immer hoch.

Inflation in Deutschland
1971-1980 1981-1990 1991-2000 2001
5,1* 2,2 2,3 2,5
* in Prozent . Quelle: IW

 

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