 |
Die Mieten verschlingen das meiste Geld.
Laut Statistisches Bundesamt und dem Verbrauchermagazin GUTER RAT
Ausgabe 01/2001, entfällt der größte Anteil an den
Ausgaben eines Haushaltes von durchschnittlich 2114,- € mit
25,52% auf die Miete einschließlich kalter Betriebskosten.
Ausgaben
| 1962/63 |
1998 |
2001 / 02 |
Mieten
Nahrungsmittel
|
11,1 %
36,7 % |
Mieten
Nahrungsmittel
Verkehr
Freizeit/Kultur
Haushaltsgegenstände
Bekleidung
Energie
|
25,52 %
13,6 %
13,7 %
11,8 %
6,8 %
5,4 %
4,7 %
|
Mieten/Energie
Nahrungsmittel/Alkoholfreie Getränke
Verkehr
Freizeit/Kultur
Haushaltsgegenstände
Bekleidung/Schuhe
Sonst.Dienstleistung/Waren
Alkohol/Tabak
Hotel/Gaststätte
Gesundheit
Nachrichtenübermittlung
|
27,5 %
13,1 %
13,9 %
10,4 %
7,1 %
6,9 %
6,0 %
4,2 %
4,6 %
3,4 %
2,3 %
|
Für Miete und Energie geben Haushalte in Deutschland mehr als das
Doppelte aus. In diesem Bereich sind die Preise um 0,9 % gestiegen.
Gaststättenleistungen sind um 4,3% gestiegen, Nach der
Euro-Einführung im Januar, sind Preise für Nahrungsmittel,
Bahnfahrkarten, Flugtickets u.a.deutlich gestiegen.( Stand: 04/2002 )
Warenkorb: Der Preisindex wird durch eine
Verbraucherpreisstatistik vom Statistischen Bundesamt ermittelt. Es
werden alle Ausgaben für Dinge des täglichen Lebens
erfaßt. Dazu zählen die laufenden Ausgaben des
täglichen Bedarfs genauso wie Miete, die jährliche
Versicherungsprämie und seltene Anschaffungen. Insgesamt sind
über 700 Produkte und Dienstleistungen in einem Warenkorb
zusammengefaßt. Aus den Preisveränderungen aller
Einzelpositionen wird die Inflationsrate
ermittelt.
Wohnkosten im Jahr 2000 / 2001
| Wohnkosten |
2000* |
2001* |
| Haushalt ( Ost ) |
24,3% |
24,0% |
| Haushalt ( West ) |
26,4% |
25,4% |
*Die Wohnkostenbelastung ist im Jahr 2001 erstmals
gegenüber dem Jahr 2000 leicht gesunken. Drastisch gestiegene
Preise bei Gas und Heizöl haben die Heizkosten im Jahr 2000 stark
ansteigen lassen.
Mietkostensteigerung 1994 - 2000
| Mietkosten |
1994 |
2000 |
| Haushalt ( Ost ) |
17,3% |
24,0% |
| Haushalt ( West ) |
23,7% |
25,4% |
Haushalte mit niedrigen Einkommen haben die höchste
Mietbelastungsquote. Mehr als 40 Prozent des Bruttoeinkommens
müssen für die Miete aufgebracht werden. Hohe Belastungen
weisen vor allem Alleinerziehende in Haushalte ( Ost ) mit 26,5% und
Haushalte ( West ) mit 28,4% auf.
Einen großen Teil des Einkommens müssen ältere Single
Haushalte ( über 66 Jahre und älter ) ausgeben.
Wohnkostenbelastung von Haushalten mit Arbeitslosen liegt weit
über dem Durchschnitt! Haushalte ( Ost ), die Wohngeld beziehen
geben 36,3 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus und
Haushalte ( West ) 36,9 Prozent. Ohne Wohngeld wären die
Belastungen zwischen 5,3 - 11,1 Prozent höher.
Nach Aussagen des Ring Deutscher Makler ( RDM ) steigen erstmals seit
Mitte der 90er Jahre die Wohnungsmieten wieder an. In westdeutsche
Regionen im Schnitt innerhalb eines Jahres um 2,5 - 4,5 Prozent
Steigerung. In ostdeutsche Regionen hat sich durchschnittlich die
Miete um 1,4 Prozent verringert.
Ausnahme ist die Stadt München mit Abstand das höchste
Mietpreisniveau und die höchsten Steigerungsraten!
Quelle: DIW,DMB,RDM
Wohnnebenkosten
Die Kosten für die "zweite Miete" steigen weiter!
Verantwortlich für die Kostensteigerungen sind vor allem
Preissteigerungen bei Gas, Heizöl und Müllabfuhr.
Brennstoffkosten für den Betrieb einer Heizungsanlage werden auf
die Mieterhaushalte umgelegt. Bei Einspeisung der Wärmenergie aus
dem Fernwärmenetz berechnet das Fernheizwerk dem
Gebäudeeigentümer ( Vermieter ) einen monatlichen Betrag
für die Lieferung der Fernwärme, die den Mieterhaushalten
als Nebenkosten in vollem Umfang angerechnet werden.
Vermieter sollten Brennstoffe nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten
einkaufen, d.h. Brennstoffe wie z.b. Heizöl kaufen wenn sie
günstig auf dem Markt zu haben sind.
Ein Vergleich von Händler oder Anbieter lohnt sich oftmals!
Tipps zum Heizölkauf
Private Haushalte haben die
Möglichkeit bundesweite Gaslieferanten voraussichtlich ab Ende
2006 frei zu wählen ( Strom seit 1998 ). Innerhalb der
europäischen Union können Verbraucher ab 2007 - Unternehmen
bereits schon ab 2004, Strom- und Gaslieferanten frei wählen.
Vergleichen Sie Gastarife
mit dem Gastarifrechner.
Vergleichen Sie Stromtarife
mit dem Stromtarifrechner.
"Die Zweite Miete"
Entwicklung der Mieten und Wohnnebenkosten 2001 gegenüber den
Vorjahren ( in Prozent ):
| Miete/Nebenkosten |
1998 |
1999 |
2000 |
2001 |
| Wohnnebenkosten insgesamt |
3,6 |
1,8 |
2,0 |
1,6 |
| darunter: Müllabfuhr |
7,0 |
2,4 |
1,9 |
2,8 |
| Wasserversorgung |
3,1 |
1,8 |
2,0 |
1,2 |
| Abwasserentsorgung |
2,3 |
1,3 |
1,2 |
1,3 |
| Flüssige Brennstoffe (Heizöl) |
-17,0 |
19,5 |
53,4 |
-1,6 |
| Feste Brennstoffe |
0,9 |
1,7 |
1,3 |
1,1 |
| Strom |
1,3 |
3,9 |
-4,8 |
4,1 |
| Gas |
0,1 |
-2,2 |
16,3 |
23,3 |
| Nettokaltmieten |
1,1 |
1,0 |
1,2 |
1,1 |
| Wohnungsmieten einschließlich
Nebenkosten |
1,6 |
1,1 |
1,3 |
1,2 |
| zum Vergleich: Lebenshaltungskosten insgesamt |
1,0 |
0,6 |
1,9 |
2,5 |
| Quelle : ifs- städtebauinstitut |
Entwicklung der Mieten und Wohnnebenkosten 2001 gegenüber 1996:
| Miete/Nebenkosten |
Preissteigerung in Prozent |
| Strom |
4,6 |
| Feste Brennstoffe |
5,5 |
| Nettokaltmieten |
7,1 |
| Lebenshaltungskosten |
8,1 |
| Abwasserentsorgung |
10,8 |
| Wasserversorgung |
12,4 |
| Wohnnebenkosten insgesamt |
14,0 |
| Müllabfuhr |
23,4 |
| Gas |
43,7 |
| Heizöl |
48,6 |
| Quelle: STIFTUNG WARENTEST Ausgabe 4/2002 |
Werbung

Berliner Haushalte zahlen immer mehr!
Mieterhaushalte in Berlin müssen nach Angaben des Berliner
Mietervereins mit höheren Betriebskosten rechnen. Der Deutsche
Mieterbund ( DMB ) und die Verbraucherzentralen kritisieren geplante
Preiserhöhungen bei Öl, Gas und Strom.
Die Energiekonzerne planen Preiserhöhungen nicht nur wegen
gestiegener Kosten sondern auch um Fakten zu schaffen, bevor am
01.Januar 2005 eine Regulierungsbehörde für mehr Wettbewerb
auf dem Energiemarkt sorgen soll.
Strom-, Gas-, Wasserkosten und
Müllentsorgung sollen zum Januar 2005 weiter steigen.
Strom wird voraussichtlich um 4,7 Prozent erhöht. ( Die
Bewag plant im Tarif Berlin Klassik mit einer Mehrbelastung von
jährlich 21,40 Euro bei einem Jahresverbrauch von 2000 KWh und 45
Euro bei 4000 KWh ).
Der Gaspreis erhöht sich wahrscheinlich
um 4 bis 7 Prozent. ( Bei einem Jahresverbrauch von 20 000 KWh
verursacht die Erhöhung Mehrkosten zwischen 40 und 70 Euro ).
Die Wasserbetriebe wollen die Tarife um 4,9
Prozent erhöhen ( Im Schnitt 10 Euro/Jahr ).
Die Berliner Stadtreinigung ( BSR ) plant zum
01.Januar 2005 eine Erhöhung der Tarife. ( Rund 26,40 Euro
pro Haushalt/Jahr).
Quelle: Tagesspiegel 27.10.2004
Bundesweite Verbraucherpreise Mitte 2004 gegenüber 2002 in
Prozent
|
Heizöl
|
+ 14,2
|
|
Kraftstoffe
|
+ 11,8
|
|
Strom
|
+ 9,3
|
|
Gas
|
+ 5,2
|
|
Kohle
|
+ 1,9
|
|
Fernwärme
|
+ 1,3
|
Quelle: DMB 1/5 2004
Heiz- und Stromkosten sind im
Osten um fast ein Drittel gestiegen!
In den vergangenen acht Jahren stiegen die warmen Nebenkosten um fast
32 Prozent.
Nach Angaben des MDR Magazins"Umschau" verteuerte sich
Heizöl in den vergangenen acht Jahren um mehr als 50 Prozent. Der
Preis für Strom stieg im gleichen Zeitraum um etwas mehr als 19
Prozent. Die Steigerung für Gas lag den Angaben zufolge bei 43
Prozent. Dabei schwankten die Kosten für die Versorgung jedoch je
nach Versorger regional sehr stark.
So verteuerte sich die Versorgung eines Einfamilienhauses in
Sachsen-Anhalt beispielsweise um mehr als sieben Prozent auf etwa
1.721 Euro (2003: 1.607 Euro). In Thüringen dagegen verlangten
die Gasversorger mit 1.655 Euro knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr.
Laut "Umschau" müssen
Ostdeutsche im Durchschnitt 4,5 Prozent mehr für Gas bezahlen,
die Kosten in den alten Bundesländern stieg im gleichen Zeitraum
durchschnittlich um 3,3 Prozent. Nach Angaben des Bundesverbandes der
Haus- und Grundstückseigentümer steigen die Mietnebenkosten
weiter um 10 Prozent wegen der hohen Energiepreise.
Quelle: verivox.de, mdr.de 23.11.04
Der Deutsche Mieterbund (DMB) fordert den
Stopp der Energie- und Heizkostensteigerungen.
Der Heizölpreis hat sich in den letzen 20 Jahren verdoppelt. Der
Gaspreis ist zwischen den Jahren 2000 und 2004 um 21,4 Prozent
angestiegen. Im Jahr 2005 sollen die Preise nochmals um rund 21
Prozent steigen. Die Stromkosten sind zwischen 2000 und 2004 um knapp
20 Prozent gestiegen. Für das Jahr 2005 werden weitere drastische
Preissteigerungen angekündigt.
Nach Einschätzung des DMB, müssen
Verbraucher bis zu 500 Euro mehr als im Winter 2004 für Heiz- und
Stromkosten zahlen. Der Winter 2005/2006 drohe der teuerste der
Nachkriegsgeschichte zu werden. Viele Mieter und Verbraucher
können die Mehrkosten für Heizung nicht aus eigener Kraft
aufbringen.
Quelle: mieterbund.de-Presse aktuell 12.09.05
Weniger Energieverbrauch –
höhere Energiepreise
Mieter, die mit Öl oder Gas heizen, haben im Jahr 2005 weniger
Energie verbraucht als im Jahr 2004. Trotzdem stiegen ihre Heizkosten
für Gas um 12 bis 18 Prozent und für Heizöl um 24 bis
27 Prozent.
Tipp: Der Deutsche Mieterbund (DMB) bietet im Rahmen
einer Kooperation mit co2online gemeinnützige GmbH einen
kostenlosen Heizenergiecheck an. Der Heizspiegel wird vom
Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzkampagne
unterstützt. Mit Hilfe des Online-Heizenergiechecks können
Mieter ihre Heizkostenabrechnung prüfen und mit
Durchschnittsverbräuchen und –kosten aus der regionalen
Umgebung vergleichen. Zum Heizcheck hier
Quelle: FINANZtest Nr.10/2006,
mieterbund.de, co2online.de
Hier können Sie vergleichen:
Stromtarife
Gastarife
Heizölpreise
Flüssiggaspreise
Werbung
Voraussichtliche Preisveränderungen im Jahr
2001/2002
| Erhöhung |
Senkung/Zuschuß |
Anschlußgebühren (Telefon)
Banken/Gebühren
Deutsche Bahn (Neues Preissystem)
Deutsche Post (Paket- und Nachsendungen)
Dosenpfand (2003)
Euro-Umstellung (Verteuerte Dienstleistungen)
Gaspreis (2003)
Gesetzliche Krankenversicherungsbeiträge
Kabel-Fernsehgebühren
Kraftstoffe
Mehrwertsteuer (2003)?
Mineralölsteuer
Müllgebühren
Private Krankenkassenbeiträge (2003)
Rundfunkgebühren
Sozialabgaben (Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze ab 2003)
Strompreis
Tabaksteuer (2003)
Telefongebühren
Versicherungsbeiträge
Versicherungssteuer
Ökosteuer ( Stufenweise Erhöhung bis 2003)
Ölpreis |
Steuer Entfernungspauschale
Internettarife
Ortsgespräche
BAföG/Wohngeld
BAföG für mehr Studenten
Wohngeldanspruch
Rentenerhöhung
Familienförderung/Kindergeld
Postkarten/Briefsendungen ( 2003 )
Grundsicherung ( Für bedürftige Menschen ab2003 ) |
Wichtige Gesetzesänderungen ab 1.1. 2003
- Anhebung der Versicherungspflichtgrenze in der GKV auf
einheitlich 45.900,- Euro
- Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in den
Sozialversicherungen. ( Renten-, Arbeitslosen-, Kranken und
Pflegeversicherung. Anhebung des Rentenversicherungsbeitrags auf 19,5
Prozent.
- Halbierung des Sterbegeldes festgesetzt auf 525 Euro
für Versicherte und für Familienversicherte auf 262,50
Euro.
- Einführung einer bedarfsorientierten Grundsicherung im
Alter und bei Erwerbsminderung. Anspruchsberechtigt sind
ältere Menschen ab 65 Jahren sowie volljährige, aus
medizinischen Gründen dauerhaft voll erwerbsgeminderte Menschen.
Die Leistungshöhe entspricht etwa der Sozialhilfe. Auf den
Unterhaltsrückgriff gegenüber Kindern und Eltern wie bei
der Sozialhilfe, wird bei der Grundsicherung verzichtet!
- Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr innerhalb
der Operation" Enduring Freedom". Bis zu 3900 Bundeswehrsoldaten
können für ein weiteres Jahr am Horn von Afrika , in Kuweit
und in Afghanistan eingesetzt werden. Der Deutsche Bundestag hatte
dieser Operation am 16.11.2001 zugestimmt. www.bundeswehr.de).
The United
States Army - Operation Enduring Freedom
Auf Forderung der Europäischen Union, wird das Porto für
Standardbriefe von 56 auf 55 Cent und für Kompaktbriefe von 112
auf 100 Cent gesenkt. Die Monopolgrenze für Briefe wird in der
EU auf 100 Gramm gesenkt. Kostenlose Dienstleistungen wie das
Nachsendungen von Briefen und die befristete Einlagerung werden
kostenpflichtig und Sendungen per Nachnahme werden teurer!
- Das Beförderungsentgeld bei Schwarzfahrten wird von bisher
30 Euro auf 40 Euro angehoben. Bei Rauchverbot und Verbot
Gegenstände aus Fahrzeugen zu werfen oder hinausragen zu lassen,
wird eine Vertragsstrafe in Höhe von 15 Euro belegt.
- Einführung der 5.Stufe der Ökosteuer. Die
Mineralölsteuer wird bei Benzin und Diesel um 3,07 Cent je Liter
und die Stromsteuer um 0,26 Cent je Kilowattstunde angehoben.
- Die Besteuerung von Heizgas wird von 3,47 Euro auf 5,50 Euro je
Megawattstunde angehoben.
- Einführung des Dosenpfands ( bis 1,5 l = 0,25 Cent,
größer als 1,5l = 0,50 Cent )
- Änderung der Preisangabenverordnung im Handel. Preise sollen
zukünftig entsprechend europäischer Richtlinie für
Verbraucher preistransparenter ausgewiesen werden. Diese Regelung
gilt nicht nur im Einzelhandel oder für Fernabsatztätige
Unternehmen im Internet, sondern auch bei verbrauchsabhängigen
Energiedienstleistungen wie Strom, Gas, Fernwärme und Wasser. Der
Verbraucher kann mit der neuen Preisabgabenverordnung angebotene
Waren oder Dienstleistungen besser vergleichen!
( Quelle: www.bundesregierung.de
)
Nach Plänen der Bundesregierung sollen die
Rentenbeiträge weiter angehoben werden.
Obwohl die Regierung bereits schon zu Jahresbeginn 2003 den
Rentenbeitrag von 19,1 auf 19,5 Prozent heraufgesetzt und die
Beitragsbemessungsgrenze erhöht hat, ist durch die anhaltende
schlechte Konjunktur und hohe Arbeitslosigkeit ein weiterer Anstieg
auf 19,8 - 20 Prozent zu erwarten.
Die in Finanznot geratenen Krankenkassen sollen
durch Erhöhung der Tabaksteuer entlastet werden. Die
Tabaksteuer war schon Anfang 2002 für die Finanzierung des
Anti-Terror Programms um 2 Cent pro Zigarette und zum 01.Januar 2003
um 1 Cent pro Zigarette gestiegen.
Ab 2004 müssen Versicherte im
Gesundheitsbereich mit erhöhten Zuzahlungen und
Leistungskürzungen rechnen!
Nach Reformplänen der Regierung sollen
Patienten u.a. beim Arztbesuch freier Wahl eine Gebühr in
Höhe von 10,-Euro zahlen. Die Zuzahlungen für
Medikamente und der Eigenanteil an Krankenhausaufenthalte sollen
steigen!
( Quelle: FTD )
Wichtige Gesetzesänderungen ab 1.1.2004
- Die 2.Stufe der Steuerreform ( Agenda
2010 ) mit Steuerentlastungen für Familien, Personen mit
niedrigem Einkommen und mittelständischen Unternehmen. Der
Grundfreibetrag steigt pro Person von 7235,- Euro auf 7664,-
Euro. Der Eingangssteuersatz sinkt 2004 auf 16 Prozent, der
Höchststeuersatz auf 45 Prozent. Steuerentlastungsbetrag in
Höhe von 1308,- Euro für Alleinerziehende Mütter oder
Väter!
- Senkung der Pendlerpauschale auf 30
Cent pro Kilometer. Bisher gab es für die ersten zehn Kilometer
36 Cent und für jeden weiteren Kilometer 40 Cent. Der
Pauschbetrag für Werbungskosten vermindert sich von 1044 Euro
auf 920 Euro, wenn nicht höhere Webungskosten nachgewiesen
wurden. Der Sparerfreibetrag für Einkünfte aus
Kapitalvermögen wird bei Alleinstehenden von 1.044 Euro auf 920
Euro und bei Verheirateten von 3.100 Euro auf 2740 Euro gesenkt
- Streichung des Sterbegeldes, Entbindungsgeldes
und Streichung der Leistungen bei Sterilisation.
- Die Einführung der Praxisgebühr ist
Teil der Gesundheitsreform. Jeder, der gesetzlich krankenversichert
ist, muss beim Arztbesuch pro Quartal 10,- Euro an Gebühr
zahlen! Die Gebühr muß seperat auch beim Zahnarzt
oder in Notfällen gezahlt werden! Ausgenommen von der
Zwangsgebühr sind Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten
18.Lebensjahr, Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen u.
Kontrollbesuche 2x im Jahr beim Zahnarzt.
- Zur Finanzierung von versicherungsfremder Leistungen wie
Mutterschaftsgeld, Krankengeld für die Betreuung von Kinder,
Leistungen während der Schwangerschaft, sollen die gesetzlichen
Krankenkassen durch eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer zum
1.3.2004 entlastet werden.
- Neuregelung bei Zuzahlungen für Medikamente und
Krankenhausaufenthalte. Ab 1.Januar ist eine
Befreiung von Zuzahlungen nicht mehr möglich. ( Kinder u.
Jugendliche sind bis zum 18. Lebensjahr weiterhin von Zuzahlungen
befreit ). Die jährliche Eigenbeteiligung soll 2 Prozent der
Bruttoeinnahmen nicht überschreiten. Für chronisch kranke
Menschen gilt eine Grenze von 1 Prozent der Bruttoeinnahmen. Für
verschreibungspflichtige Arznei- und Verbandmittel, muß der
Verbraucher 10 Prozent des Preises, jedoch mind. 5 Euro und maximal
10 Euro pro Arzneimittel, selbst tragen. Nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel werden von den gesetzlichen
Krankenkassen nicht mehr erstattet. Erhöhung der Zuzahlung
für Krankenhausaufenthalte, Rehabilitationen u.a. in Höhe
von 10 Euro pro Tag. Fahrtkosten zur ambulanten Behandlung werden
nicht mehr übernommen! In besonderen Fällen kann die
Krankenkasse eine Genehmigung erteilen und die Fahrtkosten
übernehmen. Für Sehhilfen/Brillen fällt der
Zuschuß weg ( Leistungsanspruch erhalten weiterhin Kinder und
Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und schwer
sehbeeinträchtigte Mensche). Ab 2005 erhalten Patienten
für Zahnersatz keine Zuschußleistungen mehr von den
Krankenkassen. Weitere Informationen unter http://www.die-gesundheitsreform.de/reform/zuzahlung/zuzahlungstabelle.html
- Kürzung der Eigenheimzulage! Rund
30 Prozent weniger Förderleistung vom Bund. Weniger Zulagen vor
allem für Neubauten! Der Förderhöchstbetrag
wird auf einheitlich 1250,- Euro herabgesetzt. Die Kinderzulage wird
von 767,- Euro auf 800,- Euro erhöht. Für Ausbau und
Erweiterungen gibt es keine Förderung mehr. Bei der
Wohnungsbauprämie wird die Förderung der Aufwendungen von
10 auf 8,8 Prozent.
- Arbeitnehmersparzulage wird auf 18 Prozent gekürzt!
Anlagen in vermögenswirksame Leistungen
erhalten ab 2005 ( bisher 20/25 Prozent ) 18 Prozent Zulagen. Weitere
Infos unter http://www.kostenguenstiger.de/bausp.html
- Rentnerinnen und Rentner müssen auf sonstige
Rentenbezüge ( Betriebsrente und selbständige
Tätigkeit ) den vollen Krankenkassen- und
Pflegeversicherungsbeitrag selbst tragen.
Ab 1. April 2004 müssen alle Rentner den
vollen Beitrag zur Pflegeversicherung zahlen. Bei einem
Rentner mit einer Monatsrente von 1000 Euro bedeutet dies eine
Mehrbelastung von 102 Euro! Ab 01. April 2004 wird die
Rentenauszahlung für Neurentner auf das Monatsende verschoben.
- Kürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes
und neue Zumutbarkeitsklausel für Langzeitarbeitslose. Die Dauer
des Anspruchs auf Arbeitslosengeld wird auf 12 Monate begrenzt, wer
das 55. Lebensjahr vollendet hat, kann Arbeitslosengeld bis zu
einer Dauer von 18 Monate erhalten. Dies gilt erst für
Ansprüche die ab dem 1.Februar 2006 entstehen. Ab 1.1.2005
wird das neue Arbeitslosengeld || eingeführt. Bezieher des
Arbeitslosengeldes || müssen dann jede zumutbare legale Arbeit
annehmen.
- Niedrigere Einkommensgrenzen für das
Erziehungsgeld. Erziehungsgeld erhalten Verheiratete
oder Lebensgemeinschaften mit einem Nettoeinkommen bis zu 30.000 Euro
( vorher 51.130 Euro ). Bei Alleinerziehenden wird die
Einkommensgrenze auf 23.000 Euro ( vorher 38.350 Euro ) gesenkt.
- Ab 01. Juli 2004 steigen für viele Streitfälle
die Anwalts- und Gerichtsgebühren. Für
Rechtssuchende werden damit die Dienstleistungen erheblich teurer!
Tipp: Kostenrechner
( Quelle: www.bundesregierung.de
)
Ab dem Jahr 2005 bis zum Jahr 2040 werden schrittweise die Steuern
auf die Beitragszahlungen gesenkt und auf Rentenzahlungen erhoben! Das Bundesfinanzministerium sieht darin eine
"Steuersenkungsreform". Laut VDR ( Verband Deutscher Rentenversicherungsträger
) führt die schrittweise Anpassung zu einer teilweisen
"Doppelbesteuerung". Die kommende Generation die 2040 in den Ruhestand
geht, zahlt drauf so VDR. Die Rente ist dann zu 100 Prozent
steuerpflichtig ihre Beiträge wären aber erst ab 2025
vollständig steuerfrei. 15 Jahre lang Rentenbeiträge bezahlt
und versteuert und danach erneut für Rentenbeiträge Streuern
zahlen, dies ist eine unzulässige Zweifachbesteuerung so der VDR.
Nicht nur die heute 30-jährigen zahlen
drauf auch Selbständige, die freiwillig in der gesetzlichen
Rentenversicherung Beiträge zahlen, sind bereits bei einem
Renteneintritt ab 2005 schlechter gestellt und werden doppelt
abkassiert! ( Selbständige müssen Beiträge selbst
aufbringen und versteuern )
Das Alterseinkünftegesetz wäre so zu konstruieren gewesen,
dass die Generation der heute 30-jährigen nicht
übermäßig belastet wird - doch hätte das rund 20
Milliarden Euro Einnahmeausfälle bei den Steuern bedeutet, so der
VDR.
Der
Volkssolidarität Bundesverband e.V. hält die
Rentenbesteuerung für fragwürdig. Dem
Verein ist es ein wichtiges Anliegen, dass künftige
Rentenjahrgänge, die kaum eine private Altersvorsorge betreiben
konnten und können, durch die Rentenbesteuerung nicht
zusätzlich dem Risiko der Altersarmut ausgesetzt werden.
Nach Angaben von Volkssolidarität führt die von der
Bundesregierung durchgesetzte "Rentenreform" zu einer Absenkung des
Steuerbereinigung Nettorentenniveaus von heute 53 Prozent auf 46
Prozent im Jahr 2020 und auf 43 Prozent im Jahr 2030.
Quelle: MAZ 12.06.04
Werbung:
Müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben?
Der Ratgeber "Steuererklärung für Rentner
2007/2008. Wissen für Senioren" herausgegeben von STIFTUNG WARENTEST,
hilft Schritt für Schritt die Formulare anhand vieler Beispiele und
Musterrechnungen auszufüllen. Das Buch ist für 12,90 Euro bei amazon.de erhältlich.
Verteuerung der Lebenshaltungskosten
Verbraucher in Deutschland haben weniger Geld zur Verfügung als
noch vor 15 Jahren.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Nettoeinkommen der
privaten Haushalte seit 1991 abzüglich der Preissteigerungen um
zwei Prozent gesunken.
Preissteigerungen und nur geringe Lohn- und Gehaltssteigerungen
führen verstärkt zum Verlust der Kaufkraft. Das
Wirtschaftswachstum ist abhängig vom privaten Verbrauch. Anfang
2007 wird mit der Mehrwertsteuererhöhung weiter an die
Preisschraube gedreht.
Rund 20 Millionen Rentner müssen voraussichtlich bis 2009 weiter
auf eine Erhöhung der Rentenbezüge verzichten.
AFP/dpa
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