Die Mieten verschlingen das meiste Geld.

Laut Statistisches Bundesamt und dem Verbrauchermagazin GUTER RAT Ausgabe 01/2001, entfällt der größte Anteil an den Ausgaben eines Haushaltes von durchschnittlich 2114,- € mit 25,52% auf die Miete einschließlich kalter Betriebskosten.

Ausgaben

1962/63 1998 2001 / 02
Mieten
Nahrungsmittel
11,1 %
36,7 %
Mieten
Nahrungsmittel
Verkehr
Freizeit/Kultur
Haushaltsgegenstände
Bekleidung
Energie
25,52 %
13,6 %
13,7 %
11,8 %
6,8 %
5,4 %
4,7 %
Mieten/Energie
Nahrungsmittel/Alkoholfreie Getränke
Verkehr
Freizeit/Kultur
Haushaltsgegenstände
Bekleidung/Schuhe
Sonst.Dienstleistung/Waren
Alkohol/Tabak
Hotel/Gaststätte
Gesundheit
Nachrichtenübermittlung
27,5 %
13,1 %
13,9 %
10,4 %
7,1 %
6,9 %
6,0 %
4,2 %
4,6 %
3,4 %
2,3 %


Für Miete und Energie geben Haushalte in Deutschland mehr als das Doppelte aus. In diesem Bereich sind die Preise um 0,9 % gestiegen. Gaststättenleistungen sind um 4,3% gestiegen, Nach der Euro-Einführung im Januar, sind Preise für Nahrungsmittel, Bahnfahrkarten, Flugtickets u.a.deutlich gestiegen.( Stand: 04/2002 )

Warenkorb: Der Preisindex wird durch eine Verbraucherpreisstatistik vom Statistischen Bundesamt ermittelt. Es werden alle Ausgaben für Dinge des täglichen Lebens erfaßt. Dazu zählen die laufenden Ausgaben des täglichen Bedarfs genauso wie Miete, die jährliche Versicherungsprämie und seltene Anschaffungen. Insgesamt sind über 700 Produkte und Dienstleistungen in einem Warenkorb zusammengefaßt. Aus den Preisveränderungen aller Einzelpositionen wird die Inflationsrate ermittelt.

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Wohnkosten im Jahr 2000 / 2001

Wohnkosten 2000* 2001*
Haushalt ( Ost ) 24,3% 24,0%
Haushalt ( West ) 26,4% 25,4%
*Die Wohnkostenbelastung ist im Jahr 2001 erstmals gegenüber dem Jahr 2000 leicht gesunken. Drastisch gestiegene Preise bei Gas und Heizöl haben die Heizkosten im Jahr 2000 stark ansteigen lassen.

Mietkostensteigerung 1994 - 2000

Mietkosten 1994 2000
Haushalt ( Ost ) 17,3% 24,0%
Haushalt ( West ) 23,7% 25,4%



Haushalte mit niedrigen Einkommen haben die höchste Mietbelastungsquote. Mehr als 40 Prozent des Bruttoeinkommens müssen für die Miete aufgebracht werden. Hohe Belastungen weisen vor allem Alleinerziehende in Haushalte ( Ost ) mit 26,5% und Haushalte ( West ) mit 28,4% auf.
Einen großen Teil des Einkommens müssen ältere Single Haushalte ( über 66 Jahre und älter ) ausgeben. Wohnkostenbelastung von Haushalten mit Arbeitslosen liegt weit über dem Durchschnitt! Haushalte ( Ost ), die Wohngeld beziehen geben 36,3 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus und Haushalte ( West ) 36,9 Prozent. Ohne Wohngeld wären die Belastungen zwischen 5,3 - 11,1 Prozent höher.
Nach Aussagen des Ring Deutscher Makler ( RDM ) steigen erstmals seit Mitte der 90er Jahre die Wohnungsmieten wieder an. In westdeutsche Regionen im Schnitt innerhalb eines Jahres um 2,5 - 4,5 Prozent Steigerung. In ostdeutsche Regionen hat sich durchschnittlich die Miete um 1,4 Prozent verringert.
Ausnahme ist die Stadt München mit Abstand das höchste Mietpreisniveau und die höchsten Steigerungsraten!
Quelle: DIW,DMB,RDM

 

 

Wohnnebenkosten

Die Kosten für die "zweite Miete" steigen weiter! Verantwortlich für die Kostensteigerungen sind vor allem Preissteigerungen bei Gas, Heizöl und Müllabfuhr. Brennstoffkosten für den Betrieb einer Heizungsanlage werden auf die Mieterhaushalte umgelegt. Bei Einspeisung der Wärmenergie aus dem Fernwärmenetz berechnet das Fernheizwerk dem Gebäudeeigentümer ( Vermieter ) einen monatlichen Betrag für die Lieferung der Fernwärme, die den Mieterhaushalten als Nebenkosten in vollem Umfang angerechnet werden.
Vermieter sollten Brennstoffe nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten einkaufen, d.h. Brennstoffe wie z.b. Heizöl kaufen wenn sie günstig auf dem Markt zu haben sind.
Ein Vergleich von Händler oder Anbieter lohnt sich oftmals!
Tipps zum Heizölkauf

Private Haushalte haben die Möglichkeit bundesweite Gaslieferanten voraussichtlich ab Ende 2006 frei zu wählen ( Strom seit 1998 ). Innerhalb der europäischen Union können Verbraucher ab 2007 - Unternehmen bereits schon ab 2004, Strom- und Gaslieferanten frei wählen.

Vergleichen Sie Gastarife mit dem Gastarifrechner.
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"Die Zweite Miete"

Entwicklung der Mieten und Wohnnebenkosten 2001 gegenüber den Vorjahren ( in Prozent ):

Miete/Nebenkosten 1998 1999 2000 2001
Wohnnebenkosten insgesamt 3,6 1,8 2,0 1,6
darunter: Müllabfuhr 7,0 2,4 1,9 2,8
Wasserversorgung 3,1 1,8 2,0 1,2
Abwasserentsorgung 2,3 1,3 1,2 1,3
Flüssige Brennstoffe (Heizöl) -17,0 19,5 53,4 -1,6
Feste Brennstoffe 0,9 1,7 1,3 1,1
Strom 1,3 3,9 -4,8 4,1
Gas 0,1 -2,2 16,3 23,3
Nettokaltmieten 1,1 1,0 1,2 1,1
Wohnungsmieten einschließlich Nebenkosten 1,6 1,1 1,3 1,2
zum Vergleich: Lebenshaltungskosten insgesamt 1,0 0,6 1,9 2,5
Quelle : ifs- städtebauinstitut


Entwicklung der Mieten und Wohnnebenkosten 2001 gegenüber 1996:

Miete/Nebenkosten Preissteigerung in Prozent
Strom 4,6
Feste Brennstoffe 5,5
Nettokaltmieten 7,1
Lebenshaltungskosten 8,1
Abwasserentsorgung 10,8
Wasserversorgung 12,4
Wohnnebenkosten insgesamt 14,0
Müllabfuhr 23,4
Gas 43,7
Heizöl 48,6
Quelle: STIFTUNG WARENTEST Ausgabe 4/2002

 

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Berliner Haushalte zahlen immer mehr!
Mieterhaushalte in Berlin müssen nach Angaben des Berliner Mietervereins mit höheren Betriebskosten rechnen. Der Deutsche Mieterbund ( DMB ) und die Verbraucherzentralen kritisieren geplante Preiserhöhungen bei Öl, Gas und Strom.
Die Energiekonzerne planen Preiserhöhungen nicht nur wegen gestiegener Kosten sondern auch um Fakten zu schaffen, bevor am 01.Januar 2005 eine Regulierungsbehörde für mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt sorgen soll.
Strom-, Gas-, Wasserkosten und Müllentsorgung sollen zum Januar 2005 weiter steigen.
Strom wird voraussichtlich um 4,7 Prozent erhöht.
( Die Bewag plant im Tarif Berlin Klassik mit einer Mehrbelastung von jährlich 21,40 Euro bei einem Jahresverbrauch von 2000 KWh und 45 Euro bei 4000 KWh ).
Der Gaspreis erhöht sich wahrscheinlich um 4 bis 7 Prozent. ( Bei einem Jahresverbrauch von 20 000 KWh verursacht die Erhöhung Mehrkosten zwischen 40 und 70 Euro ).
Die Wasserbetriebe wollen die Tarife um 4,9 Prozent erhöhen ( Im Schnitt 10 Euro/Jahr ).
Die Berliner Stadtreinigung ( BSR ) plant zum 01.Januar 2005 eine Erhöhung der Tarife. ( Rund 26,40 Euro pro Haushalt/Jahr).
Quelle: Tagesspiegel 27.10.2004


Bundesweite Verbraucherpreise Mitte 2004 gegenüber 2002 in Prozent

Heizöl

+ 14,2

Kraftstoffe

+ 11,8

Strom

+ 9,3

Gas

+ 5,2

Kohle

+ 1,9

Fernwärme

+ 1,3

Quelle: DMB 1/5 2004

 

Heiz- und Stromkosten sind im Osten um fast ein Drittel gestiegen!
In den vergangenen acht Jahren stiegen die warmen Nebenkosten um fast 32 Prozent.

Nach Angaben des MDR Magazins"Umschau" verteuerte sich Heizöl in den vergangenen acht Jahren um mehr als 50 Prozent. Der Preis für Strom stieg im gleichen Zeitraum um etwas mehr als 19 Prozent. Die Steigerung für Gas lag den Angaben zufolge bei 43 Prozent. Dabei schwankten die Kosten für die Versorgung jedoch je nach Versorger regional sehr stark.
So verteuerte sich die Versorgung eines Einfamilienhauses in Sachsen-Anhalt beispielsweise um mehr als sieben Prozent auf etwa 1.721 Euro (2003: 1.607 Euro). In Thüringen dagegen verlangten die Gasversorger mit 1.655 Euro knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr.
Laut "Umschau" müssen Ostdeutsche im Durchschnitt 4,5 Prozent mehr für Gas bezahlen, die Kosten in den alten Bundesländern stieg im gleichen Zeitraum durchschnittlich um 3,3 Prozent. Nach Angaben des Bundesverbandes der Haus- und Grundstückseigentümer steigen die Mietnebenkosten weiter um 10 Prozent wegen der hohen Energiepreise.
Quelle: verivox.de, mdr.de 23.11.04

Der Deutsche Mieterbund (DMB) fordert den Stopp der Energie- und Heizkostensteigerungen.
Der Heizölpreis hat sich in den letzen 20 Jahren verdoppelt. Der Gaspreis ist zwischen den Jahren 2000 und 2004 um 21,4 Prozent angestiegen. Im Jahr 2005 sollen die Preise nochmals um rund 21 Prozent steigen. Die Stromkosten sind zwischen 2000 und 2004 um knapp 20 Prozent gestiegen. Für das Jahr 2005 werden weitere drastische Preissteigerungen angekündigt.
Nach Einschätzung des DMB, müssen Verbraucher bis zu 500 Euro mehr als im Winter 2004 für Heiz- und Stromkosten zahlen. Der Winter 2005/2006 drohe der teuerste der Nachkriegsgeschichte zu werden. Viele Mieter und Verbraucher können die Mehrkosten für Heizung nicht aus eigener Kraft aufbringen.
Quelle: mieterbund.de-Presse aktuell 12.09.05

Weniger Energieverbrauch – höhere Energiepreise
Mieter, die mit Öl oder Gas heizen, haben im Jahr 2005 weniger Energie verbraucht als im Jahr 2004. Trotzdem stiegen ihre Heizkosten für Gas um 12 bis 18 Prozent und für Heizöl um 24 bis 27 Prozent.
Tipp: Der Deutsche Mieterbund (DMB) bietet im Rahmen einer Kooperation mit co2online gemeinnützige GmbH einen kostenlosen Heizenergiecheck an. Der Heizspiegel wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzkampagne unterstützt. Mit Hilfe des Online-Heizenergiechecks können Mieter ihre Heizkostenabrechnung prüfen und mit Durchschnittsverbräuchen und –kosten aus der regionalen Umgebung vergleichen. Zum Heizcheck hier
Quelle: FINANZtest Nr.10/2006, mieterbund.de, co2online.de

Hier können Sie vergleichen:

Stromtarife
Gastarife
Heizölpreise
Flüssiggaspreise

 

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Voraussichtliche Preisveränderungen im Jahr 2001/2002

Erhöhung Senkung/Zuschuß
Anschlußgebühren (Telefon)
Banken/Gebühren
Deutsche Bahn (Neues Preissystem)
Deutsche Post (Paket- und Nachsendungen)
Dosenpfand (2003)
Euro-Umstellung (Verteuerte Dienstleistungen)
Gaspreis (2003)
Gesetzliche Krankenversicherungsbeiträge
Kabel-Fernsehgebühren
Kraftstoffe
Mehrwertsteuer (2003)?
Mineralölsteuer
Müllgebühren
Private Krankenkassenbeiträge (2003)
Rundfunkgebühren
Sozialabgaben (Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze ab 2003)
Strompreis
Tabaksteuer (2003)
Telefongebühren
Versicherungsbeiträge
Versicherungssteuer
Ökosteuer ( Stufenweise Erhöhung bis 2003)
Ölpreis
Steuer Entfernungspauschale
Internettarife
Ortsgespräche
BAföG/Wohngeld
BAföG für mehr Studenten
Wohngeldanspruch
Rentenerhöhung
Familienförderung/Kindergeld
Postkarten/Briefsendungen ( 2003 )
Grundsicherung ( Für bedürftige Menschen ab2003 )

Wichtige Gesetzesänderungen ab 1.1. 2003

  • Anhebung der Versicherungspflichtgrenze in der GKV auf einheitlich 45.900,- Euro
  • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in den Sozialversicherungen. ( Renten-, Arbeitslosen-, Kranken und Pflegeversicherung. Anhebung des Rentenversicherungsbeitrags auf 19,5 Prozent.
  • Halbierung des Sterbegeldes festgesetzt auf 525 Euro für Versicherte und für Familienversicherte auf 262,50 Euro.
  • Einführung einer bedarfsorientierten Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Anspruchsberechtigt sind ältere Menschen ab 65 Jahren sowie volljährige, aus medizinischen Gründen dauerhaft voll erwerbsgeminderte Menschen. Die Leistungshöhe entspricht etwa der Sozialhilfe. Auf den Unterhaltsrückgriff gegenüber Kindern und Eltern wie bei der Sozialhilfe, wird bei der Grundsicherung verzichtet!
  • Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr innerhalb der Operation" Enduring Freedom". Bis zu 3900 Bundeswehrsoldaten können für ein weiteres Jahr am Horn von Afrika , in Kuweit und in Afghanistan eingesetzt werden. Der Deutsche Bundestag hatte dieser Operation am 16.11.2001 zugestimmt. www.bundeswehr.de).
    The United States Army - Operation Enduring Freedom
    Auf Forderung der Europäischen Union, wird das Porto für Standardbriefe von 56 auf 55 Cent und für Kompaktbriefe von 112 auf 100 Cent gesenkt. Die Monopolgrenze für Briefe wird in der EU auf 100 Gramm gesenkt. Kostenlose Dienstleistungen wie das Nachsendungen von Briefen und die befristete Einlagerung werden kostenpflichtig und Sendungen per Nachnahme werden teurer!
  • Das Beförderungsentgeld bei Schwarzfahrten wird von bisher 30 Euro auf 40 Euro angehoben. Bei Rauchverbot und Verbot Gegenstände aus Fahrzeugen zu werfen oder hinausragen zu lassen, wird eine Vertragsstrafe in Höhe von 15 Euro belegt.
  • Einführung der 5.Stufe der Ökosteuer. Die Mineralölsteuer wird bei Benzin und Diesel um 3,07 Cent je Liter und die Stromsteuer um 0,26 Cent je Kilowattstunde angehoben.
  • Die Besteuerung von Heizgas wird von 3,47 Euro auf 5,50 Euro je Megawattstunde angehoben.
  • Einführung des Dosenpfands ( bis 1,5 l = 0,25 Cent, größer als 1,5l = 0,50 Cent )
  • Änderung der Preisangabenverordnung im Handel. Preise sollen zukünftig entsprechend europäischer Richtlinie für Verbraucher preistransparenter ausgewiesen werden. Diese Regelung gilt nicht nur im Einzelhandel oder für Fernabsatztätige Unternehmen im Internet, sondern auch bei verbrauchsabhängigen Energiedienstleistungen wie Strom, Gas, Fernwärme und Wasser. Der Verbraucher kann mit der neuen Preisabgabenverordnung angebotene Waren oder Dienstleistungen besser vergleichen!
( Quelle: www.bundesregierung.de )


Nach Plänen der Bundesregierung sollen die Rentenbeiträge weiter angehoben werden.
Obwohl die Regierung bereits schon zu Jahresbeginn 2003 den Rentenbeitrag von 19,1 auf 19,5 Prozent heraufgesetzt und die Beitragsbemessungsgrenze erhöht hat, ist durch die anhaltende schlechte Konjunktur und hohe Arbeitslosigkeit ein weiterer Anstieg auf 19,8 - 20 Prozent zu erwarten.
Die in Finanznot geratenen Krankenkassen sollen durch Erhöhung der Tabaksteuer entlastet werden. Die Tabaksteuer war schon Anfang 2002 für die Finanzierung des Anti-Terror Programms um 2 Cent pro Zigarette und zum 01.Januar 2003 um 1 Cent pro Zigarette gestiegen.
Ab 2004 müssen Versicherte im Gesundheitsbereich mit erhöhten Zuzahlungen und Leistungskürzungen rechnen!
Nach Reformplänen der Regierung sollen Patienten u.a. beim Arztbesuch freier Wahl eine Gebühr in Höhe von 10,-Euro zahlen. Die Zuzahlungen für Medikamente und der Eigenanteil an Krankenhausaufenthalte sollen steigen!
( Quelle: FTD )

 
Wichtige Gesetzesänderungen ab 1.1.2004

  • Die 2.Stufe der Steuerreform ( Agenda 2010 ) mit Steuerentlastungen für Familien, Personen mit niedrigem Einkommen und mittelständischen Unternehmen. Der Grundfreibetrag steigt pro Person von 7235,- Euro  auf 7664,- Euro. Der Eingangssteuersatz sinkt 2004 auf 16 Prozent, der Höchststeuersatz auf 45 Prozent. Steuerentlastungsbetrag in Höhe von 1308,- Euro für Alleinerziehende Mütter oder Väter!
  • Senkung der Pendlerpauschale auf 30 Cent pro Kilometer. Bisher gab es für die ersten zehn Kilometer 36 Cent und für jeden weiteren Kilometer 40 Cent. Der Pauschbetrag für Werbungskosten vermindert sich von 1044 Euro auf  920 Euro, wenn nicht höhere Webungskosten nachgewiesen wurden. Der Sparerfreibetrag für Einkünfte aus Kapitalvermögen wird bei Alleinstehenden von 1.044 Euro auf 920 Euro und bei Verheirateten von 3.100 Euro auf 2740 Euro gesenkt
  • Streichung des Sterbegeldes, Entbindungsgeldes und Streichung der Leistungen bei Sterilisation.
  • Die Einführung der Praxisgebühr ist Teil der Gesundheitsreform. Jeder, der gesetzlich krankenversichert ist, muss beim Arztbesuch pro Quartal 10,- Euro an Gebühr zahlen!  Die Gebühr muß seperat auch beim Zahnarzt oder in Notfällen gezahlt werden! Ausgenommen von der Zwangsgebühr sind Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18.Lebensjahr, Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen u. Kontrollbesuche 2x im Jahr beim Zahnarzt.
  • Zur Finanzierung von versicherungsfremder Leistungen wie Mutterschaftsgeld, Krankengeld für die Betreuung von Kinder, Leistungen während der Schwangerschaft, sollen die gesetzlichen Krankenkassen durch eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer zum 1.3.2004 entlastet werden.
  • Neuregelung bei Zuzahlungen für Medikamente und Krankenhausaufenthalte. Ab 1.Januar ist eine Befreiung von Zuzahlungen nicht mehr möglich. ( Kinder u. Jugendliche sind bis zum 18. Lebensjahr weiterhin von Zuzahlungen befreit ). Die jährliche Eigenbeteiligung soll 2 Prozent der Bruttoeinnahmen nicht überschreiten. Für chronisch kranke Menschen gilt eine Grenze von 1 Prozent der Bruttoeinnahmen. Für verschreibungspflichtige Arznei- und Verbandmittel, muß der Verbraucher 10 Prozent des Preises, jedoch mind. 5 Euro und maximal 10 Euro pro Arzneimittel, selbst tragen. Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr erstattet. Erhöhung der Zuzahlung für Krankenhausaufenthalte, Rehabilitationen u.a. in Höhe von 10 Euro pro Tag. Fahrtkosten zur ambulanten Behandlung werden nicht mehr übernommen! In besonderen Fällen kann die Krankenkasse eine Genehmigung erteilen und die Fahrtkosten übernehmen. Für Sehhilfen/Brillen fällt der Zuschuß weg ( Leistungsanspruch erhalten weiterhin Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und schwer sehbeeinträchtigte Mensche). Ab 2005 erhalten Patienten für Zahnersatz keine Zuschußleistungen mehr von den Krankenkassen. Weitere Informationen unter http://www.die-gesundheitsreform.de/reform/zuzahlung/zuzahlungstabelle.html
  • Kürzung der Eigenheimzulage! Rund 30 Prozent weniger Förderleistung vom Bund. Weniger Zulagen vor allem für Neubauten! Der Förderhöchstbetrag wird auf einheitlich 1250,- Euro herabgesetzt. Die Kinderzulage wird von 767,- Euro auf 800,- Euro erhöht. Für Ausbau und Erweiterungen gibt es keine Förderung mehr. Bei der Wohnungsbauprämie wird die Förderung der Aufwendungen von 10 auf 8,8 Prozent.
  • Arbeitnehmersparzulage wird auf 18 Prozent gekürzt! Anlagen in vermögenswirksame Leistungen erhalten ab 2005 ( bisher 20/25 Prozent ) 18 Prozent Zulagen. Weitere Infos unter http://www.kostenguenstiger.de/bausp.html
  • Rentnerinnen und Rentner müssen auf sonstige Rentenbezüge ( Betriebsrente und selbständige Tätigkeit ) den vollen Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeitrag selbst tragen.
    Ab 1. April 2004 müssen alle Rentner den vollen Beitrag zur Pflegeversicherung zahlen. Bei einem Rentner mit einer Monatsrente von 1000 Euro bedeutet dies eine Mehrbelastung von 102 Euro! Ab 01. April 2004 wird die Rentenauszahlung für Neurentner auf das Monatsende verschoben.
  • Kürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes und neue Zumutbarkeitsklausel für Langzeitarbeitslose. Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld wird auf 12 Monate begrenzt, wer das 55.  Lebensjahr vollendet hat, kann Arbeitslosengeld bis zu einer Dauer von 18 Monate erhalten. Dies gilt erst für Ansprüche die ab dem 1.Februar 2006 entstehen. Ab 1.1.2005 wird das neue Arbeitslosengeld || eingeführt. Bezieher des Arbeitslosengeldes || müssen dann jede zumutbare legale Arbeit annehmen.
  • Niedrigere Einkommensgrenzen für das Erziehungsgeld. Erziehungsgeld erhalten Verheiratete oder Lebensgemeinschaften mit einem Nettoeinkommen bis zu 30.000 Euro ( vorher 51.130 Euro ). Bei Alleinerziehenden wird die Einkommensgrenze auf 23.000 Euro ( vorher 38.350 Euro ) gesenkt.
  • Ab 01. Juli 2004 steigen für viele Streitfälle die Anwalts- und Gerichtsgebühren. Für Rechtssuchende werden damit die Dienstleistungen erheblich teurer! Tipp: Kostenrechner
( Quelle: www.bundesregierung.de )

 

Ab dem Jahr 2005 bis zum Jahr 2040 werden schrittweise die Steuern auf die Beitragszahlungen gesenkt und auf Rentenzahlungen erhoben! Das Bundesfinanzministerium sieht darin eine "Steuersenkungsreform". Laut VDR ( Verband Deutscher Rentenversicherungsträger ) führt die schrittweise Anpassung zu einer teilweisen "Doppelbesteuerung". Die kommende Generation die 2040 in den Ruhestand geht, zahlt drauf so VDR. Die Rente ist dann zu 100 Prozent steuerpflichtig ihre Beiträge wären aber erst ab 2025 vollständig steuerfrei. 15 Jahre lang Rentenbeiträge bezahlt und versteuert und danach erneut für Rentenbeiträge Streuern zahlen, dies ist eine unzulässige Zweifachbesteuerung so der VDR.
Nicht nur die heute 30-jährigen zahlen drauf auch Selbständige, die freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung Beiträge zahlen, sind bereits bei einem Renteneintritt ab 2005 schlechter gestellt und werden doppelt abkassiert! ( Selbständige müssen Beiträge selbst aufbringen und versteuern )
Das Alterseinkünftegesetz wäre so zu konstruieren gewesen, dass die Generation der heute 30-jährigen nicht übermäßig belastet wird - doch hätte das rund 20 Milliarden Euro Einnahmeausfälle bei den Steuern bedeutet, so der VDR.
Der Volkssolidarität Bundesverband e.V. hält die Rentenbesteuerung für fragwürdig. Dem Verein ist es ein wichtiges Anliegen, dass künftige Rentenjahrgänge, die kaum eine private Altersvorsorge betreiben konnten und können, durch die Rentenbesteuerung nicht zusätzlich dem Risiko der Altersarmut ausgesetzt werden. Nach Angaben von Volkssolidarität führt die von der Bundesregierung durchgesetzte "Rentenreform" zu einer Absenkung des Steuerbereinigung Nettorentenniveaus von heute 53 Prozent auf 46 Prozent im Jahr 2020 und auf 43 Prozent im Jahr 2030.
Quelle: MAZ 12.06.04

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Verteuerung der Lebenshaltungskosten
Verbraucher in Deutschland haben weniger Geld zur Verfügung als noch vor 15 Jahren.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Nettoeinkommen der privaten Haushalte seit 1991 abzüglich der Preissteigerungen um zwei Prozent gesunken.
Preissteigerungen und nur geringe Lohn- und Gehaltssteigerungen führen verstärkt zum Verlust der Kaufkraft. Das Wirtschaftswachstum ist abhängig vom privaten Verbrauch. Anfang 2007 wird mit der Mehrwertsteuererhöhung weiter an die Preisschraube gedreht.
Rund 20 Millionen Rentner müssen voraussichtlich bis 2009 weiter auf eine Erhöhung der Rentenbezüge verzichten.
AFP/dpa

 

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