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Kosten im Gesundheitswesen drastisch gestiegen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Ausgaben der Krankenhäuser 2008 auf 72,6 Milliarden Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen erwarten für 2009 und 2010 Defizite von sieben bis neun Prozent. Teure Arzneimittel in Deutschland lassen die Kosten im Gesundheitswesen weiter ansteigen. Die Arzneimittel-Ausgaben 2008 hatten mit 5,3 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro die höchsten Zuwachsraten im Ausgabenblock der gesetzlichen Krankenkassen. Für das Jahr 2009 wird nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) eine Steigerungsrate von 5,6 Prozent erwartet. Quelle: aerzteblatt.de – 03.11.09

 

Krankenhausausgaben

2003 46,80
2004 47,59
2005 48,96
2006 50,33
2007 51,56
2008 72,60
in Mrd.€, Quelle: gkv.info, destatis.de

 

Zusatzbeiträge ab 2011 erwartet

Der einheitliche Beitragssatz zur Krankenversicherung wurde von 15,5% auf 14,9% zum 01.07.2009 gesenkt. Die Beitragseinnahmen fließen in einem Gesundheitsfond, der an die einzelnen Kassen einen fixen Betrag je Versichertem zurücküberweist, wobei es Aufschläge für besonders Kranke gibt. Reicht das Geld nicht aus, können gesetzlichen Krankenkassen Zusatzbeiträge bis maximal acht Euro pro Monat von den Versicherten verlangen. Nach Angaben von KKH-Allianz und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung werden fast alle Kassen einen Zusatzbeitrag erheben müssen. Durch die Festsetzung des einheitlichen Beitragssatzes von zunächst 15,5 Prozent im ersten Halbjahr 2009 und durch Beitragserhöhung bei der Pflegeversicherung von 1,7 auf 1,95 Prozent im Jahr 2008 erzielte die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung Überschüsse. Steigende Kosten für Arzneimittel , Arzthonorare sowie Mindereinnahmen durch zunehmende Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit zwingen Krankenkassen zu Beitragserhöhungen. Quelle: MAZ,- 23.05.,20./24.08.,18.09,5./7/15.10.,13.11.09

Auf die etwa 20 Millionen Rentner in Deutschland kommen neue Zusatzbelastungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu. Grund dafür ist die Absicht der Bundesregierung den Arbeitgeberbeitrag zur GKV einzufrieren. Weil damit auch der Beitrag der Rentenkassen zur Krankenversicherung der Rentner festgeschrieben würde, müssten Ruheständler wie auch Beschäftigte steigende Beiträge allein tragen. Quelle: Handelsblatt 11.11.09, vdk.de -11.11.09

Private Krankenversicherer erhöhen massiv die Prämien

Privat Krankenversicherte müssen mit deutlichen Preiserhöhungen ihrer Versicherungspolicen rechnen. Um durchschnittlich 4 bis 10 Prozent werden die Beitragserhöhungen ausfallen. Die Preissteigerungen können im Einzelfall sogar bis zu 20 Prozent betragen. Versicherungsunternehmen begründen die Preiserhöhungen durch gestiegene Leistungsausgaben u.a. durch gestiegene ambulante Behandlungskosten. Nach Angaben privater Krankenversicherer stiegen die Leistungen für Arzneimittel von 2005 bis 2007 um 11,1%. Betroffen von hohen Beitragssteigerungen sind vor allem Versicherte in Basistarifen. Quelle: handelsblatt.com, Süddeutschen Zeitung 05.11.09

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