Leitzinsentwicklung und Inflationsrate im Euro-Raum seit 2006

17.04.08
Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt weiterhin den Leitzins bei 4,0 Prozent. Die EZB macht deutlich, dass Zinssenkungen angesichts der hohen Inflation auf längere Sicht nicht infrage kommen. Der Eurokurs hatte am 16.03.2008 mit 1,5966 Dollar einen weiteren Rekordstand erreicht. Ausgelöst wurde der Anstieg durch die nach oben revidierten Inflationszahlen aus der Eurozone. Die europäische Inflation stieg im März auf 3,6 Prozent. (Inflation in Deutschland bei 3,1%). Die höchste Teuerung seit 16 Jahren. Am Mittwoch, den 16.04.08 durchbrach der Preis für ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl an der New Yorker Rohstoffbörse erstmals die Marke von 115 Dollar.

09.08.2007
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins im August nicht angehoben und bei 4,00% belassen.
Die Inflationsrisiken sind nach Angaben der EZB weiter hoch und eine Zinserhöhung auf 4,25% im September ist zu erwarten. Der Ölpreis hatte am Mittwoch (01.08.07) ein Rekord von 78,78 US-Dollar erreicht.

07.06.2007
Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht den Leitzins in der Euro-Zone um 0,25 Prozentpunkte auf 4,00 Prozent und damit auf das höchste Niveau seit August 2001. Es ist die achte Anhebung seit Dezember 2005. Die letzte Anhebung erfolgte im März 2007. Die EZB warnt vor steigenden Inflationsrisiken im Euro-Raum. Verbraucher profitieren von steigenden Leitzinsen durch eine steigende Verzinsung von Sparguthaben. Darlehen und Kredite werden für Verbraucher teurer.

07.12.2006
Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht den Leitzins in der Euro-Zone um 0,25 Prozentpunkte auf aktuell 3,50 Prozent. Zum sechsten Mal wurde innerhalb eines Jahres der Leitzins angehoben. Die EZB begründet die Zinserhöhung mit der anhaltenden Inflationsgefahr und der Geldumlaufvermehrung im Euro-Raum. Die Inflation lag im November bei 1,8 Prozent und im Oktober bei 1,6 Prozent.

3.11.2006
Die Zinsen im Euro-Raum liegen unverändert bei 3,25 Prozent.
Die Europäische Zentralbank stimmt Verbraucher auf eine Erhöhung der Leitzinsen im Dezember ein. Es wäre die sechste Zinsanhebung innerhalb eines Jahres.
Die Inflation im Euro-Raum hatte sich im Oktober vor allem wegen gesunkener Ölpreise auf 1,6 Prozent verringert. Nach Einschätzung der EZB werden die Verbraucherpreise in den nächsten Monaten wieder steigen.

05.10.2006
Die Europäische Zentralbank erhöhte die Leitzinsen am 05.10.06 von 3,00 auf 3,25 Prozent. Die Erhöhung ist die fünfte Zinserhöhung seit Dezember 2005.
Mit höheren Zinsen will die Notenbank Inflationsrisiken eindämmen. Der jüngste Ölpreisrückgang hatte die Inflation im September erstmals seit längerem in der Eurozone wieder unter die kritische Grenze von 2,0 Prozent auf 1,8 Prozent gedrückt. Eine weitere Leitzinsserhöhung könnte im Dezember folgen.

03.08.2006
Die Europäische Zentralbank erhöhte die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 3,00 Prozent. 1999 wurde letztmalig die Drei-Prozent-Marke übersprungen. Sie stieg bis auf 4,75 Prozent. Mit dem aktuellen Zinsschritt will die EZB die hohe Inflation bekämpfen.

Inflation in der Euro-Zone:

Spanien 4,0%
Griechenland 3,9%
Luxemburg 3,4%
Deutschland 2,1%
Finnland 1,5%

12.06.2006
Die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss am 08.06.06 eine weitere Erhöhung der Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 2,75 Prozent. Die aktuelle Zinserhöhung wird begründet mit dem hohen Ölpreis und weiter steigenden Inflationsgefahren. Die EZB erwartet im laufenden Jahr 2006 eine Teuerungsrate von 2,3 Prozent und auch im Jahr 2007 ist mit einer Inflationsrate oberhalb von 2 Prozent zu rechnen.

09.05.2006
Der Leitzins bleibt unverändert bei 2,5 Prozent. Eine Leitzinserhöhung im Juni hält die EZB ( Europäische Zentralbank) für möglich.
Inflationsrisiken sind u.a. die hohen Energiepreise. Der Streit um das iranische Atomprogramm und Spekulationen hatte den Preis für Rohöl weiter verteuert. Der Ölpreis stieg zeitweise über 75 Dollar je Barrel (Brent).

03.03.2006
Aufgrund der hohen Inflationsrate im Euro-Raum erhöhte die Europäische Zentralbank (EZB) am 02.03.06 die Zinsen von 2,25 auf 2,50 Prozent.
Die Europäische Zentralbank hatte bereits am 01.12.05 die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent angehoben. Es war die erste Erhöhung seit über 5 Jahren und die erste Veränderung seit zweieinhalb Jahren. Der wichtigste Leitzins versorgt die Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld. Geldinstitute (Banken, Sparkassen) geben die Verteuerung der Geldbeschaffung an ihre Kunden weiter. Verbraucher müssen mit einer Verteuerung von Konsum-Krediten und höheren Hypothekenzinsen rechnen. Sparanlagen wie z.b. Tagesgeld hingegen profitieren von den Leitzinserhöhungen. Bis spätestens Ende des Jahres rechnen Analysten mit einer weiteren Erhöhung der Leitzinsen auf mind. 3 bis 3,5 Prozent.

Inflation EU D
01/06 2,4% 2,1%
12/05 2,2% 2,1%
11/05 2,3 % 2,3%
Quelle: dpa,Europäisches Statistikamt, destatis.de

Bei einer Inflationsrate bis zu zwei Prozent sieht die Europäische Zentralbank Preisstabilität.
Die Inflation in Deutschland ist wegen der hohen Sprit- und Heizölpreise weiter auf über zwei Prozent gestiegen. Heizöl war im Februar etwa um ein Drittel und Sprit um etwa 14 Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Die Gaspreise zogen ebenfalls kräftig an. Teurer wurde auch Kaffee.

 




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