Private Vorsorge - und im Alter sorgenfrei ?

Altersvorsorge ist ein Geldanlageproblem, kein Versicherungsproblem!
Versicherung ist für die Absicherung der Wechselfälle im Leben eines Menschen bestimmt.
Private Altersvorsorge ist für die Absicherung des Geldbedarfs und somit der steigenden Kostendeckung im Alter bestimmt.

Trotzdem haben die meisten Deutschen eine Lebensversicherung oder private Rentenversicherung abgeschlossen und hoffen damit im Alter eine ausreichende Versorgung getroffen zu haben. Irrtum! Die durchschnittliche Inflation lag in den letzten Jahrzehnten bei 2,5-3% . Prognostiziert man diese Inflation für die nächsten Jahrzehnte, ist der Weg teilweise sogar zum Sozialamt vorprogrammiert, denn der garantierte Zinssatz liegt nach Abzug der Versicherungskosten bei durchschnittlich 1,5 Prozent. Von den Versicherungsgesellschaften angeboten, sind eine vom Staat festgelegter Garantiezins bis zum Jahr 2003 von 3,25 Prozent für ab Juli 2000 abgeschlossene Verträge. Vorher waren es 4 Prozent. Nach Abzug für Verwaltungskosten wie z.b. Vertreter, Storno usw. ergibt sich eine garantierte Verzinsung von rund 1,5 Prozent.
Die Sendung Plusminus vom WDR vom 22.02.2000, entzauberte endgültig die Meinung der Versicherungsgesellschaften, dass die Lebensversicherung ein einzigartiges Instrument zur privaten Altersvorsorge sei. Weniger als Nichts ist herausgekommen nach Prüfung der Kosten und Abzug der Inflationsrate. Wer vor allem sparen will, ist mit einer Kapitallebensversicherung nicht gut bedient. Solange sie aber vielen Steuervorteile bringt, wird sie nicht aussterben. Ab 2004 sinkt der Garantiezins von 3,25 Prozent auf 2,75 Prozent Zinsen. Für ab 01.01.2004 abgeschlossene Verträge gilt der neue Zinssatz.

Die Kapitallebensversicherung, private Rentenversicherung und die fondsgebundene Lebensversicherung ( Fondspolice ), bringt für die Versicherungsgesellschaften und Banken das meiste Geld.
Die deutschen Lebensversicherer verkauften den Bundesbürgern bis 1997 81,65 Millionen Verträge. Das Geschäft mit Privatrenten boomt. In der Ausgabe vom Handelsblatt, Dienstag, 1.6.1999" Nach einem Beitragsplus von 4 Prozent und Beitragseinnahmen von rund 52 Mrd. € 1998, rechnet die Deutsche Versicherungsgesellschaft für 1999 mit Zuwächsen um 5 Prozent ".
Laut Aussage vom Präsidium des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, erweist sich die private Rentenversicherung immer stärker als das Vorsorgeprodukt der Zukunft. Die Androhung vom Bundesfinanzministers Eichel für eine Besteuerung der Kapitallebensversicherung, privaten Rentenversicherung und fondsgebundenen Lebensversicherung ab dem 01.01.2000, sorgte für die Versicherungsgesellschaften ein Neugeschäft von rund 35 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr.

Nach aktuellen Plänen der Bundesregierung sollen die Erträge der Lebensversicherungen, die nach Ende 2004 mit mindestens zwölfjähriger Laufzeit abgeschlossen werden, zur Hälfte versteuert werden.

Neu:
Erträge aus Kapitallebensversicherungen, die seit dem 1. Januar 2005 neu abgeschlossen werden, müssen zur Hälfte versteuert werden. Vorraussetzung für eine 50% Versteuerung ist, wenn der Vertrag mindestens 12 Jahre läuft und erst nach dem 60. Lebensjahr des Versicherungsnehmers fällig wird.

Lebensversicherer planen weitere Senkung der Überschussbeteiligung, Garantiezins sinkt für Neuverträge ab 2007.

Die Sendung "Markt" vom WDR, vom 24.01.2000 schlussfolgerte: Wer das Sparen selbst in die Hand nehme, macht mehr daraus als mit einer Kapitallebensversicherung oder die mit Ihr verwandten Produkte.
Kapitallebensversicherungen und private Rentenversicherungen bringen für Staat und Wirtschaft Vorteile, wie z.b. niedrige Kreditzinsen. Das geliehene Geld der Versicherungssparer wird u.a. für Aktienkäufe verwendet. Einen Teil der Überschüsse erhält der Sparer zurück. Das nennt man Überschussbeteiligung. Wie viel der Verbraucher erhält, entscheidet letztendlich das Versicherungsunternehmen. Macht sich die Lebensversicherung transparent, schafft sie sich selber ab. In der FINANZTEST SPEZIAL wird darauf hingewiesen, dass die Kapitallebensversicherung nur für wenige das Richtige ist. Zu den Wenigen zählen Unternehmen (u.a.mit betrieblicher Unterstützungskasse), Besserverdienende- bzw. Vermögende und Beamte. (Steuervorteil)
Der Bund der Versicherten lässt in den Aufklärungsbroschüren einen Zusammenhang zwischen den ungewöhnlich großen Absatzerfolgen der Kapitalversicherungen in Deutschland und der ungewöhnlich niedrigen Wohneigentumsquote andererseits erkennen.
Über 80 Prozent der Bundesbürger wollen in den eigenen vier Wänden wohnen, der Ihnen durch die unrentablen Versicherungen und Sparbüchern versagt bleibt. Ohne Eigenkapital für das Wohneigentum muss der Verbraucher im Alter teure Mieten zahlen! Hinzu kommen Kosten- und Gebührensteigerungen (höhere Steuern durch immer höhere Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden, höhere Energiepreise, Kürzungen in soziale Bereiche), für die die nächsten Generationen nicht nur im Rentenalter mehr Geld benötigen!

Weitere Informationen:
www.bundderversicherten.de
Deutsche Institut für Altersvorsorge
Fragen und Antworten zum Thema Altersvorsorge

Weitere Informationen zu Investmentfonds
Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften e.V.
Deutsche Lebensversicherungen: Wie ist die Zukunft zu finanzieren? Eine Studie von FitchRatings

 

Werbung

 





Neue Seiten


AGB - Widerrufsbelehrung - Impressum - Datenschutz - ©2000-2016 Kostenguenstiger.de
Lebensversicherer planen weitere Senkung der Überschussbeteiligung, Garantiezins sinkt für Neuverträge ab 2007.

Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus am Kapitalmarkt planen Lebensversicherer den Zinssatz für Überschussbeteiligungen weiter zu senken. Der Garantiezins von derzeit 2,75% soll voraussichtlich auf 2,25% gesenkt werden. Der neue Garantiezins von 2,25% soll dann für Neuverträge ab 2007 gelten. Für bestehende Verträge gilt eine Garantieverzinsung von 2,75%. Der Garantiezins wurde im Jahr 2004 um einen halben Prozentpunkt auf 2,75 Prozent gesenkt. Für alte Verträge gilt der jeweils zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarte Rechnungszins. Nach Abzug der Abschluss-, Verwaltungs- und Vertriebskosten können Anleger bei aktuellen Zinssatz mit rund 1 Prozent Verzinsung auf die eingezahlten Beiträge rechnen. Verbraucherschützer kritisieren eine weitere Senkung der Garantiezinsen. Es wird befürchtet, das Versicherte trotz der Garantie nicht einmal die eingezahlten Beiträge wieder herausbekommen.

Quelle: Die Welt, Handelsblatt, gdv.de – Pressemitteilung 24.10.05 Stand: 14.12.05