Im 19. Jahrhundert kam es vor dem Revolutionsjahr 1848 wiederholt zu Unruhen infolge der Teuerung von Lebensmitteln. So brach im Jahr 1847 in Berlin eine "Kartoffelrevolution" aus. Die Kartoffeln waren so teuer geworden, dass man annähernd zwei Silbergroschen für ein Pfund zahlen mußte. Auch andere Lebensmittel hatten gleichzeitig bedeutende Preissteigerungen erfahren. Auf den Wochenmärkten kam es infolgedessen zu wüsten Szenen. Es wurden nicht nur große Kartoffelvorräte auf die Straße geworfen, sondern auch die Schlächterläden geplündert und große Fleischstücke auf Stöcken und Stangen von einer leidenschaftlich erregten Menge johlend durch die Straße getragen. Den Fischhändlern wurden ihre Fässer in den Rinnstein entleert und den Gemüsehändlern die Körbe umgestülpt. Erst durch den Ankauf großer Kartoffelmengen, die zu billigen Preisen abgegeben wurden, machte der Berliner Magistrat diesen Unruhen ein Ende.

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