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Weitere Gaspreiserhöhungen 2006 geplant
Aktuelle Gaspreiserhöhungen 2005:
Der größte ostdeutsche Energielieferant Mitgas (RWE-Konzern) erhöhte am 15.10.2005 die Gaspreise um rund sieben Prozent. Mitgas versorgt 186.000 Kunden und 19 Stadtwerke in Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen. Grund für die Preiserhöhung sind nach Angaben des Unternehmens die steigenden Ölpreise, an die auch die Gaspreise gekoppelt sind.
Der Energieversorger EnBW (Energie Baden-Wuerttemberg AG) erhöht die Gaspreise zum 01.11.2005 um rund 10 Prozent.
Nach Angaben von EnBW wird mit der Preisanpassung gestiegenen Beschaffungskosten neutral an die Verbraucher weitergeleitet.
Laut EnBW wird die Preisanpassung den Gewinn der EnBW nicht erhöhen. Die EnBW Gas GmbH (Gasendverteilergesellschaft der EnBW AG) erhöht die Arbeitspreise im Absatzgebiet Großraum Stuttgart um 0,50 Cent/KWh netto bzw. 0,58 Cent/KWh brutto. Für Familien mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch führt die Preiserhöhung zu Mehrkosten von ca 5,79 Euro/Monat (netto) bzw. 6,72 Euro/Monat (brutto).
Auch im Jahr 2006 kann die EnBW weitere Bezugspreisanpassungen nicht ausschließen. Die EnBW Gas GmbH wird auch dann diese Kosten an Endverbraucher weitergeben.
Die Stadtwerke Leipzig erhöhen die Erdgaspreise um durchschnittlich 18 Prozent ab 01. Dezember 2005.
Millionen Haushalte in Deutschland müssen Anfang 2006 mit höheren Gaspreisen rechnen.
Die Gas-Endversorger der Konzerne Eon (Eon Hanse, Thüga) und RWE (Mitgas, Süwag) planen für Anfang 2006 weitere Preiserhöhungen.
Viele regionale Versorger schliessen eine weitere Anhebung der Tarife für 2006 nicht aus. Grund für die erneuten Preisanhebungen sind nach Angaben der Unternehmen die höheren Beschaffungskosten durch die Ölverteuerung.
Verbraucher wehren sich gegen Preiserhöhungen.
Die Gaspreise für Haushaltskunden sind in den letzten 12 Monaten um durchschnittlich 17 Prozent gestiegen. Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz in der Preiskalkulation, damit auch vom Kunden die jährlichen Preissteigerungen nachvollziehbar sind.
Verbraucher in Hamburg, Sachsen, Berlin und Brandenburg wehren sich mit Sammelklagen vor Gericht gegen die enormen Preissteigerungen. Sie fordern von den Energie-Unternehmen ihre Kalkulationen offen zu legen, damit eindeutig entschieden werden kann, ob die Preissteigerungen nachvollziehbar sind.
Die Gaso (Gasversorgung Sachsen Ost GmbH) mit Sitz in Dresden und Erdgas Südsachsen GmbH mit Sitz in Chemnitz, hatten seit 1999- 11 bzw. 12 Preisänderungen vorgenommen, die im Sommer 2005 mit Steigerungen um 15,9 bzw. 13 Prozent ihren Höhepunkt erreichten.
Die Verbraucherzentralen bieten Beratung und Information in allen 16 Bundesländern zu Fragen des Verbraucherschutzes unter http://www.verbraucherzentralen.de
Der E.ON Konzern präsentiert wegen der aktuellen Strom- und Gaspreisdiskussion ein neues Informationsangebot für Verbraucher unter http://www.eon-special.de
Quelle: Berliner Zeitung- 16.09./15.10.05, FTD-16.10.05, eon.com/enbw.com-17.10.05, Verbraucherzentrale-sachsen.de –Pressemitteilung v. 11.10./13.10.05, vzhh.de- 17.10.05
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